Welsh Corgi Pembroke
Corgi
Welsh Corgi Pembroke: Passt die Rasse zu dir?
11 kurze Fragen, dieselben, die diese Seite beantwortet. Nach jeder Antwort siehst du, was die Rasse braucht, und am Ende, ob sie zu deinem Leben passt.

Welsh Corgi Pembroke: passt gut zu dir
Welsh Corgi Pembroke: kann passen, mit Kompromissen
Welsh Corgi Pembroke: passt eher nicht zu dir
Deine Antworten passen zu dem, was die Rasse braucht.
Die meisten Antworten passen. Prüfe die Punkte unten, bevor du dich entscheidest.
Einige deiner Antworten passen nicht zu dem, was die Rasse braucht. Unten siehst du, wo.
Worüber du nachdenken solltest
Was passt
Passt besser zu deinen Antworten:
Keine der 42 Rassen auf dieser Seite passt besser zu deinen Antworten.
Der Welsh Corgi Pembroke kommt aus der Grafschaft Pembroke im Süden von Wales.[1] In Großbritannien trieb er vor allem die Rinder der Rasse Welsh Black und hielt außerdem den Hof frei von Schädlingen, von der Ratte über den Fuchs bis zum Dachs.[1] Bei der Arbeit zwickt er die Rinder in die Fersen und ist so wendig und niedrig gebaut, dass ihn ihre Tritte verfehlen.[1] Der FCI-Standard beschreibt ihn als kühn im Auftreten und tüchtig bei der Arbeit, aufgeschlossen und freundlich, nie nervös oder aggressiv.[2]
- Größe
- Klein–mittelgroß
- Gewicht
- 9–12 kg
- Lebenserwartung
- 12–15 Jahre
Welsh Corgi Pembroke: Herkunft und Geschichte
Clifford Hubbard, zu seiner Zeit die führende Autorität für walisische Hunde, datierte die Rasse mit großer Sicherheit bis ins frühe 12. Jahrhundert zurück, wahrscheinlich sogar bis in die Regierungszeit des walisischen Königs Hywel Dda im frühen 10. Jahrhundert.[1] Das Wort „Corgi“ kommt höchstwahrscheinlich vom walisischen „cor“ (Zwerg) und „ci“ (Hund).[1]
1933 wurde ein Pembroke namens Rozavel Golden Eagle für Prinzessin Elizabeth angeschafft; das lenkte die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Rasse und trug zu ihrer Beliebtheit in Großbritannien bei.[1] Der britische Kennel Club erkannte den Pembroke 1934 als eigene Rasse an, getrennt vom Welsh Corgi Cardigan.[1] Bei der FCI steht er in Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde), Sektion 2: Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde).[2]
Steckbrief
Charakter und Bedürfnisse
Bewertet auf einer Skala von sehr gering bis sehr hoch.
- Bewegungsbedarfhoch
- Erziehbarkeithoch
- Pflegeaufwandgering
- Haarensehr hoch
- Bellfreudigkeithoch
- Kinderfreundlichkeitmittel
- Verträglichkeit mit Hundenmittel
- Verträglichkeit mit Katzenmittel
- Wohnungstauglichkeithoch
- Kann allein bleibenmittel
- Wachsamkeitmittel
- Anfängertauglichkeithoch
- Verschmustheithoch
Welsh Corgi Pembroke: Fragen und Antworten
Ist die Rasse für Anfänger geeignet?
Ja. Bei der Anfängertauglichkeit kommt die Rasse auf 4 von 5. Diese Hunde lernen schnell und arbeiten gern mit dir zusammen (Erziehbarkeit 4 von 5).
Wie lange kann der Hund allein bleiben?
Bis zu 4 Stunden, wenn der Hund erwachsen ist und das Alleinbleiben Schritt für Schritt gelernt hat. Ein paar Stunden allein klappen, wenn du langsam steigerst (Alleinbleiben 3 von 5). Mehr als 6 Stunden am Stück sind für keinen Hund fair; plane dann einen Hundesitter oder eine Hundetagesstätte ein. Welpen brauchen Gesellschaft: Fang mit wenigen Minuten an und steigere langsam.
Wie viel Bewegung braucht die Rasse?
Etwa 2 Stunden am Tag, verteilt auf mehrere Spaziergänge. Plane Freilauf oder Spiele ein, nicht nur Runden an der Leine. Schone den Rücken: wenig Treppen, keine Sprünge vom Sofa.
Wie hoch ist die Lebenserwartung?
12–15 Jahre beträgt die typische Lebenserwartung. Das entspricht etwa dem Durchschnitt der 42 Rassen auf dieser Seite (12,6 Jahre). Rassetypische Gesundheitsrisiken: Bandscheibenvorfall, Hüftdysplasie (HD).
Wie groß und schwer wird der Hund?
25–30 cm Widerristhöhe und 9–12 kg. Größenklasse: klein–mittelgroß.
Ist die Rasse ein guter Familienhund?
Eher mit älteren Kindern. Bei der Kinderfreundlichkeit kommt die Rasse auf 3 von 5. Mit anderen Hunden: 3 von 5, mit Katzen: 3 von 5. Lass kleine Kinder nie mit einem Hund allein.
Haart die Rasse stark?
Ja, stark: 5 von 5 beim Haaren. Rechne das ganze Jahr mit Haaren auf Kleidung, Sofa und im Auto. Bürste ein- bis zweimal pro Woche.
Rüde oder Hündin?
10–12 kg bei Rüden und 9–11 kg bei Hündinnen, laut Rassestandard. Die Charakterunterschiede zwischen den Geschlechtern sind kleiner als die zwischen einzelnen Hunden; die Erziehung zählt mehr. Unkastrierte Hündinnen werden etwa zweimal im Jahr läufig, und unkastrierte Rüden können in dieser Zeit unruhig sein.
Welsh Corgi Pembroke oder Kooikerhondje?
Größter Unterschied: Haaren (sehr hoch gegenüber mittel).
| Welsh Corgi Pembroke | Kooikerhondje | |
|---|---|---|
| Größe | Klein–mittelgroß | Klein–mittelgroß |
| Gewicht | 9–12 kg | 9–11 kg |
| Lebenserwartung | 12–15 Jahre | 12–15 Jahre |
| Fell | Mittellang | Mittellang |
| Haaren | Sehr hoch | Mittel |
| Bellfreudigkeit | Hoch | Mittel |
| Wohnungstauglichkeit | Hoch | Mittel |
| Kann allein bleiben | Mittel | Gering |
Zu wem die Rasse passt
Passt zu dir, wenn du …
- gern draußen bist und täglich 2 Stunden oder mehr Zeit für Bewegung hast
- in einer Wohnung lebst
- dir deinen ersten Hund holst
- ein pflegeleichtes Fell möchtest
Welsh Corgi Pembroke: Was gegen die Rasse spricht
Jede Rasse hat Schattenseiten. Prüfe vor der Entscheidung, ob du damit leben kannst:
- Braucht etwa 2 Stunden Bewegung am Tag
- Jeden Tag, bei jedem Wetter, 12–15 Jahre lang. Ohne genug Auslastung wird der Hund unruhig und fängt womöglich an zu zerstören oder zu bellen.
- Bellt viel
- 4 von 5 bei der Bellfreudigkeit. Bei dünnen Wänden gibt das Ärger mit den Nachbarn; Training hilft, macht den Hund aber selten leise.
- Haart stark
- 5 von 5 beim Haaren. Rechne das ganze Jahr mit Haaren auf Kleidung, Sofa und im Auto.
- Rückenprobleme
- Anfällig für Bandscheibenvorfälle. Halte den Hund schlank und vermeide viele Treppen und Sprünge vom Sofa.
Welsh Corgi Pembroke: Welpenpreis und laufende Kosten
1.300–1.500 € kostet ein Welpe vom Züchter in Deutschland (zooplus, 2025). 80–200 € im Monat betragen die laufenden Kosten in Deutschland (Hundeo, 2026). Enthalten: Futter, Tierarzt, Hundehaftpflicht, Hundesteuer, Zubehör und Pflege.
| Land | Welpe vom Züchter | Laufende Kosten pro Monat |
|---|---|---|
| Deutschland | 1.300–1.500 € [3] | 80–200 € [4] |
| Österreich | keine Daten | 53 € [5] |
| Schweiz | 2.000–3.000 CHF [6] | 125–250 CHF [7] |
- Erstausstattung: 400–600 € (Allianz Versicherungs-AG); Tierarzt, Impfungen und Chip kommen dazu.
- Hundesteuer in Deutschland: 90–186 € im Jahr für den ersten Hund in Städten über 100.000 Einwohnern (DA Direkt, 2026).
- Hundesteuer in Österreich: 40–100 € im Jahr, je nach Gemeinde (durchblicker.at).
- Hundesteuer in der Schweiz: 80–200 CHF im Jahr, je nach Kanton und Gemeinde (Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG), HundSchweiz, 2026).
- Welpen weit unter diesen Preisen kommen oft ohne Gesundheitsuntersuchungen oder Papiere.
Gesundheit
Rassetypische Gesundheitsrisiken
- Bandscheibenvorfall [12]
- Anfällig für Bandscheibenprobleme. Viele Treppen und hohe Sprünge besser vermeiden.
- Hüftdysplasie (HD) [13]
- Fehlentwicklung des Hüftgelenks. Elterntiere sollten geröntgt sein.
Gesundheitstests für die Elterntiere
7 Gesundheitstests stehen in den Zuchtregeln für die Rasse.
- Pflicht für die Zucht in Deutschland (Club für Britische Hütehunde e.V.): Hüftröntgen (HD), Wirbelsäulenröntgen, Augenuntersuchung und Gentests (DM, NBT, PRA, vWD1).
- Pflicht für die Zucht in Österreich (Österreichischer Club für Britische Hütehunde): Hüftröntgen (HD) und Gentests (DM, vWD1).
- Pflicht für die Zucht in der Schweiz (Schweizerischer Welsh Corgi-Klub): Gentests (DM).
| Test | Deutschland [14] | Österreich [15] | Schweiz [16] |
|---|---|---|---|
| Hüftröntgen (HD)Hüftdysplasie | Pflicht | Pflicht | nicht in den Regeln |
| WirbelsäulenröntgenWirbelfehlbildungen und Bandscheiben | Pflicht | nicht in den Regeln | nicht in den Regeln |
| AugenuntersuchungErbliche Augenerkrankungen, beim Fachtierarzt (DOK/ECVO) | Pflicht | nicht in den Regeln | nicht in den Regeln |
| Gentest: DMDegenerative Myelopathie | Pflicht | Pflicht | Pflicht |
| Gentest: NBTNatürliche Stummelrute (tödlich, wenn von beiden Eltern vererbt) | Pflicht | nicht in den Regeln | nicht in den Regeln |
| Gentest: PRAProgressive Retinaatrophie | Pflicht | nicht in den Regeln | nicht in den Regeln |
| Gentest: vWD1Von-Willebrand-Krankheit Typ 1 (Blutgerinnungsstörung) | Pflicht | Pflicht | nicht in den Regeln |
● Pflicht. ○ Empfohlen: geraten, aber nicht Pflicht. – Nicht in den Regeln. Die Clubs und ihre Regeln stehen in der Quellenliste.
Deutschland, Österreich und Schweiz: ● heißt, der Club lässt nur Hunde mit diesem Test zur Zucht zu oder trägt nur ihre Würfe ein.
Was du den Züchter fragen solltest
- Befunde beider Elterntiere: Hüftröntgen (HD), Wirbelsäulenröntgen und Augenuntersuchung. Die Aussage, die Eltern seien „gesundheitlich getestet“, reicht nicht.
- Gentest-Ergebnisse beider Elterntiere für DM, NBT, PRA und vWD1, oder den Nachweis, dass beide erbfrei sind.
- Die Welpen zusammen mit der Mutter sehen, beim Züchter zu Hause.
- Die Papiere (Deutschland: VDH/FCI-Ahnentafel; Österreich: ÖKV-Ahnentafel; Schweiz: SKG-Abstammungsurkunde (SHSB)). [17]
- 8 Wochen: So alt muss ein Welpe in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz mindestens sein, bevor er von der Mutter getrennt wird. [18] [19] [20]
- Ratgeber zum Welpenkauf: Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V., Österreichischer Kynologenverband (ÖKV) und Schweizerische Kynologische Gesellschaft SKG (HundSchweiz). [21] [22] [23]
Ähnliche Rassen
Quellen
- Pembroke Welsh Corgi Club of America: A Brief History of the Pembroke Welsh Corgi (Stephanie S. Hedgepath) (2025)
- FCI (Fédération Cynologique Internationale): Rassestandard Nr. 39: Welsh Corgi Pembroke (2026)
- zooplus: Welsh Corgi Pembroke: Charakter, Haltung & Gesundheit (2025)
- Hundeo (Claudia Weise): Wie viel kostet ein Hund? Alle Kosten im Blick (2026). Enthalten: Futter, Tierarzt, Hundehaftpflicht, Hundesteuer, Zubehör und Pflege.
- KURIER, citing Statistik Austria (PDF reprint on tieraerztekammer.at): Wie viel kosten Hund, Katze und Co.? (KURIER, Wirtschaft, S. 16, Sonntag 17. März 2024) (2024). Enthalten: Futter, Tierarzt, Zubehör, Anschaffungen.
- zooplus.ch (zooplus Schweiz): Welsh Corgi Pembroke: Charakter, Haltung & Gesundheit (2025)
- Schweizer Tierschutz STS: Die Hundehaltung (2026). Enthalten: Futter, Zubehör, Hundesteuer, Hundehaftpflicht, Tierarzt, Betreuung.
- Allianz Versicherungs-AG: Was kostet ein Hund im Monat?
- DA Direkt: Hundesteuer: Kosten, Anmeldung, Berechnung (2026)
- durchblicker.at (Austrian comparison portal): Hundeabgabe (Steuer) & Hund anmelden
- Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG), HundSchweiz: Finanzieller Aufwand (2026)
- PNAS 114(43):11476-81 (Brown EA et al.): FGF4 retrogene on CFA12 is responsible for chondrodystrophy and intervertebral disc disease in dogs (2017)
- Orthopedic Foundation for Animals (OFA) / Canine Health Information Center (CHIC): CHIC Program Requirements and testing statistics: Pembroke Welsh Corgi
- Club für Britische Hütehunde e.V.: Zuchtordnung Club für Britische Hütehunde e.V. (2026)
- Österreichischer Club für Britische Hütehunde (ÖCBH): Zuchtordnung (ab 1.1.2025) mit Anhang (2025)
- Schweizerischer Welsh Corgi-Klub (SWCK): Zuchtreglement (Ergänzende Zuchtbestimmungen zum ZRSKG), Ausgabe 2022 (2022)
- Österreichischer Kynologenverband (ÖKV): Rahmenzuchtordnung für ÖKV-betreute Hunderassen (RZO) (2026)
- Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz: Tierschutz-Hundeverordnung (TierSchHuV) § 2 Abs. 4 (2021)
- Republik Österreich, RIS (Bundesministerium): 2. Tierhaltungsverordnung, Anlage 1, 1.1 Abs. 5 (Mindestanforderungen für die Haltung von Hunden) (2026)
- Schweizerischer Bundesrat: Tierschutzverordnung (TSchV), SR 455.1, Art. 70 Abs. 4 (2026)
- Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V.: Herkunft des Hundes
- Österreichischer Kynologenverband (ÖKV): Augen auf beim Hundekauf! (Augen auf beim Welpenkauf)
- Schweizerische Kynologische Gesellschaft SKG (HundSchweiz): Wie finde ich eine gute Zucht? (2026)
Zuchtregeln, Gesundheitsquellen und Rassestandards geprüft am 8. Oktober 2026.
Preise wie von den Quellen veröffentlicht; erhoben am 8. Oktober 2026.
Rassemerkmale beschreiben typische Tendenzen. Jeder Hund ist ein Individuum, geprägt von Genen, Aufzucht und Erziehung.



